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GROBSCHNITT sind


Willi Wildschwein - Gesang Akustikgitarre

Milla Kapolke - Gesang, Bass, Moog Taurus

Admiral Top Sahne - Schlagzeugt

Toni Moff Mollo - Gesang Lichtmix

Deva Tattva - Tateninstrumente

Nuki - E-Gitarre, Gesang

Manu Kapolke - E-Gitarre, Akustikgitarre, Gesang

Demian Hache - Trommeln, Rasseln, Tasten





Aktueller Pressetext


Grobschnitt 40 Jahre und kein bisschen leise

 

Die deutsche Kultband GROBSCHNITT feiert in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag. Auch wenn es wahrscheinlich noch weitere Rockgruppen gibt, die 1970 gegründet wurden und immer noch aktiv sind, ist diese Geschichte in der deutschen Rocklandschaft einmalig und nicht vergleichbar.

Von Beginn an war GROBSCHNITT nicht nur eine eigenartige, sondern auch eine einzigartige Band in der deutschen Rockszene. Von ihrer Musik her kaum einzuordnen - auch wenn ihnen einige den damals gängigen Krautrock-Stempel aufdrücken wollten – galten ihre Live-Shows als Erlebnisse, die schnell Kultcharakter bekamen. Mit ihrer Mischung aus sauerländischem Krawall, skurrilen Showeinlagen, einer psychedelischen Lightshow und ausgeklügelten Pyroeffekten, gepaart mit aufwendig inszeniertem Progressivrock, gelang es ihnen, die großen Hallen zu füllen, in die sich sonst nur die internationalen Topacts trauten. Während andere Bands zwar mehr Tonträger verkauften, bei Live-Auftritten aber bestenfalls Jugendzentren füllten, spielte GROBSCHNITT in der Essener Gruga- , der Dortmunder Westfalen- oder der Philipshalle Düsseldorf.

Als es Ende der 80er etwas ruhiger wurde und die Plattenindustrie mehr Kommerz erwartete, um die Verkaufszahlen anzukurbeln, zog die Band, die sich noch nie hatte verbiegen lassen, kurzerhand die Konsequenz: Nach einer erfolgreichen „Last Party“-Abschiedstour löste sie sich nach einem letzten Konzert in ihrer Heimatstadt Hagen auf.

Bei jeder anderen Rockgruppe wär´s das dann wohl gewesen, nicht aber bei GROBSCHNITT.
Die Formation, die schon immer eine besondere Verbundenheit und Nähe zu den Fans praktiziert hatte, wurde von ihren treuen Anhängern nicht vergessen und weiter so behandelt, als wäre sie noch immer aktiv. Im Internet entstanden mehrere Fanseiten und Foren, die rege und intensiv genutzt wurden.
In Betzdorf, einem kleinen Städtchen in der Nähe von Siegen, trafen sich einmal jährlich mehrere hundert Fans aus der gesamten Republik, kreierten ihre eigenen Fan-Shirts und feierten alte Zeiten, indem sie einer GROBSCHNITT Coverband lauschten oder sich gemeinsam alte Videos auf einer Kinoleinwand anschauten. Zudem wurden regelmäßig immer neue CD´s mit Livematerial der Band veröffentlicht, die von den Fans akribisch gesammelt wurden.
Allein von dem GROBSCHNITT Kultstück „Solar Music“, einer oft über vierzigminütigen psychedelischen Improvisation und Höhepunkt eines jeden Konzertes, gibt es inzwischen über 20 verschiedenen Live-Versionen.

Trotz immer neuer Vorstöße der Fans weigerten sich die Musiker 17 Jahre lang beharrlich, an eine Reunion auch nur zu denken.
Schließlich ergriffen deren Söhne die Initiative. Sie waren mit GROBSCHNITT-Musik groß geworden, inzwischen selbst als Rockmusiker aktiv und fanden es besonders schade, dass die Songs, die sie als Kinder so geliebt hatten, nicht mehr live aufgeführt wurden. Sie sprachen mit ihren Vätern und einigen anderen der „alten“ Musiker und so geschah es, dass man es ausprobierte und nicht nur Gefallen an der Konstellation fand, sondern auch schnell begeistert war, von der Mischung aus Erfahrung, Routine und frischer Energie.

Im Mai 2007 organisierte man zwei Testkonzerte in einer kleinen Halle in Hohenlimburg.
Mit Sänger Willi Wildschwein, Toni Moff Mollo, beide noch aus Gründungszeiten dabei, Milla Kapolke und Admiral Top Sahne sollten immerhin noch vier „Originale“ auf der Bühne stehen.
Tickets waren nur für die langjährigen Fans per Newsletter übers Internet zu bekommen und innerhalb weniger Tage vergriffen.
Die Reaktionen waren euphorisch und was nun geschah, übertraf die kühnsten Erwartungen der neuen achtköpfigen Band. Während andere noch existierende oder wiedervereinigte Krautrockgrößen in kleineren Clubs vor überschaubaren Zuschauermengen spielten, füllte GROBSCHNITT innerhalb kürzester Zeit mittlere Hallen mit 800 bis 3000 Besuchern, und hinterließ dank ihrer aufwendigen und mit viel Liebe zum Detail präsentierten Konzerte ein stets restlos begeistertes Publikum.
Auch die lang erwartete neue CD "GROBSCHNITT 2008 LIVE" wurde mit großem Enthusiasmus aufgenommen und schnell zum Verkaufsschlager.

Die wohl einmalige Konstellation aus Vätern und Söhnen scheint in Verbindung mit den ausgeklügelten, überraschenden Licht- und Showeffekten, einer kumpelhaften Fannähe und den für heutige Ohren außergewöhnlich langen und komplexen Musiktiteln genau den richtigen Nerv getroffen zu haben.
So wurden sie von den Lesern des Rockmagazins „Eclipsed“ zum besten Live-Act 2008 gewählt und als die Hörer von WDR 2 über die „besten 200 Bands aller Zeiten“ abstimmen sollten, erreichten sie einen beeindruckenden 32 Platz (bei den deutschen Bands Platz 8).

Was es für einige bedeutet, GROBSCHNITT wieder live sehen zu können, zeigte sich auch in beeindruckender Weise daran, dass nicht nur Fans aus dem gesamten Bundesgebiet und aus den Niederlanden, Frankreich oder England regelmäßig zu den Konzerten pilgern. Auch aus der Türkei, aus Canada und sogar aus Neu Delhi und Singapur reisen Musikfreunde für ein einziges Konzert an, nur um ihre Lieblingsgruppe noch einmal erleben zu können.

Zum 40. Geburtstag bereitete die Band ihren treuen Anhängern eine besondere Freude, indem sie ihr äußerst komplexes Kultwerk „Rockpommel´s Land“ zum ersten Mal seit 1978 wieder in voller Länge aufführt.

 
© 2010 www.grobschnitt-band.de
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